23.08.2019

Teilerfolg für den Online-Handel - BaFin zieht bei "starke Kundenauthentifizierung" die Notbremse!

Knapp drei Wochen vor dem geplanten Start strengerer Vorgaben bei Onlinezahlungen gewährt die deutsche Finanzaufsicht Bafin Onlineshops einen Aufschub für die Umsetzung von Teilen der EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 - zeitlich befristet, wobei die Frist noch unbekannt ist.

„Zahlungsdienstleister mit Sitz in Deutschland dürften Kreditkartenzahlungen im Internet weiterhin auch ohne die sogenannte starke Kundenauthentifizierung ausführen", teilte die Bafin mit. „Die Bafin wird dies zunächst nicht beanstanden.“ Zum Hintergrund: Am 14. September treten mit der EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 verschärfte Regeln für das Online-Banking und das Online-Bezhlen in Kraft - im Mittelpunkt steht dabei die sogenannte „starke Kundenauthentifizierung“ (Strong Customer Authentication, SCA).

Die grundsätzliche Entscheidung der BaFin den Übergangszeitraum für Deutschland zu verlängern ist aus unserer Sicht ein Schritt in die richtige Richtung. Es braucht aber eine einheitliche europäische Lösung. Deshalb kämpfen wir zusammen mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) und anderen Branchenverbänden weiter für eine europaweite Verlängerung der Übergangsphase um 18 Monate. 

Auf unserem HBW-Dienstleistungsportal handel-scout haben wir für unsere Mitglieder alle Informationen sowie eine Vielzahl nützlicher Tipps für den erfolgreichen Umgang mit den neuen Regelungen als Merkblatt „PSD2“ zusammengefasst.