07.02.2019

Online-Handel sichert Überleben von Leutkircher Händlern

„Gegen die großen Händler sowie den Onlinehandel hilft nur eine Kombination aus Online-Auftritt und stationärem Verkauf." Das sagt unsere Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann im Namen des Handelsverbands Baden-Württemberg in einem Artikel (kostenpflichtig) der Schwäbischen Zeitung.

Stationärer Einzelhandel gegen Online-Shopping – bei diesem ungleichen Duell haben die Geschäfte in den Innenstädten immer öfter das Nachsehen. Diese Beobachtung hat auch die Schwäbische Zeitung gemacht. 

„Ohne den Online-Handel würde es schlecht aussehen. Ich weiß nicht, ob wir dann überhaupt noch da wären“,
wird ein Einzelhändler aus Leutkirch zitiert. Seit fünf Jahren gehöre zu dem Leutkircher Ladengeschäft ein Online-Shop mit Bio-Weinen, der laut dem Händler gut angenommen wird. Inzwischen entfalle
etwa die Hälfte des verkauften Weins auf den Online-Bereich.

Ein Leutkircher Spielwarengeschäft nutze diesen zusätzlichen Absatzkanal bereits seit mehr als 15 Jahren, schreibt der Autor. Das Online-Geschäft sichere inzwischen sogar das Überleben des Ladengeschäftes
in der Innenstadt: „Ohne den zusätzlichen Online-Handel wäre es wirtschaftlich nicht mehr möglich. Wir müssten ohne dieses zweite Standbein zumachen“, erklärt der Ladeninhaber. Die Leute würden heutzutage
einfach vermehrt im Internet einkaufen.

Um zu sehen, wie der stationäre Handel mit dem Online-Handel vernetzt werden könnte, habe der Leutkircher Wirtschaftsbund so etwa schon die Stadt Günzburg besucht. „Da hat jeder Einzelhändler des dortigen Gewerbevereins einen eigenen Online-Handel, der auf der gemeinsamen Plattform eingebunden ist. Das wäre
sicher auch für Leutkirch eine interessante Sache“, sagt ein Mitglied des Wirtschaftsbunds. Die gemeinsame Plattform war übrigens mitgegründet worden vom HBW-Präsidenten Hermann Hutter. 

Gegen die großen Händler sowie den Onlinehandel hilft nur eine Kombination aus Online-Auftritt und stationärem Verkauf, der allerdings zu einem Shopping-Erlebnis mit gutem Service und individueller
Beratung entwickelt werden muss", wird HBW-Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann von der Schwäbischen Zeitung zitiert. Andererseits sei der Online-Verkauf kein Muss. Vielmehr gehe es darum, die
Marke und das Shopping-Erlebnis in den Mittelpunkt des Kundennutzens und zur Abgrenzung von reinen Internethändlern zu rücken. Aber klar ist laut Hagmann, dass jeder Unternehmer darüber nachdenken muss,
ob nicht etwa der zusätzliche Verkauf über einen virtuellen Marktplatz ein interessanter zusätzlicher
Absatzkanal sein kann.