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Schuhe, Mode und Textil

TW-Testclub: Starke Woche beendet schwierigen Monat

Die letzte November-Woche bescherte dem deutschen Modehandel wieder ein erfreuliches Plus. Für die 48. Kalenderwoche errechnete der TW-Testclub einen Umsatzanstieg in Höhe von zehn Prozent. Dabei war die Vorlage mit einem Plus von vier Prozent bereits positiv.

Hauptursache für den Umsatzzuwachs dürften Aktionen rund um den „Black Friday“ gewesen sein, der in 2018 eine Woche früher stattfand und in diesem Jahr in vielen Städten und Geschäften für zusätzliche Frequenz sorgte. Als Folge landeten sieben von zehn Umfrageteilnehmern im Plus, fast die Hälfte sogar zweitstellig.

Für den November hat es dennoch nicht mehr zu einem positiven Ergebnis im TW-Testclub gereicht. Auf Basis der 2018-Vorlage von plus ein Prozent fielen die Umfrageteilnehmer 2019 beim Umsatz um zwei Prozent zurück. Mehr als vier von zehn Händlern konnten dennoch ein Plus erzielen. Aufgelaufen liegen die Testclub-Teilnehmer nach elf Monaten vier Prozent unter Vorjahr.

Das Ergebnis des TW-Testclubs ist allerdings schlechter als andere Umfragepanel, an der tendenziell größere Modehäuser teilnehmen. Danach liegt der Modehandel nach einem positiven November beim Umsatz aktuell leicht über dem Vorjahr.

BTE, BDSE und BLE starten Umfrage zu Warenentsorgung

Nach diversen Medienberichten über die (angebliche) Vernichtung von Bekleidung und Schuhen durch einzelne Marken und Versender steht die gesamte Fashionbranche derzeit in der Kritik. Auch die Politik hat das Thema zuletzt für sich entdeckt und droht im Rahmen der Diskussion um ein neues Kreislaufwirtschaftsgesetz mit Reglementierungen und Verboten. Schuhe und Lederwaren sind dabei zwar nicht ausdrücklich genannt worden, werden aber von den politischen Stellen in der Regel aber gleichbehandelt und sind daher ebenfalls betroffen.

Tatsache ist dabei: Belastbare Daten, was mit überschüssiger Ware im Textil-, Schuh- und Lederwarenhandel geschieht, gibt es derzeit nicht. Einzelne Studien für Teilbereiche des Marktes deuten zwar darauf hin, dass nur sehr geringe Mengen tatsächlich entsorgt werden, doch es fehlen Zahlen für den Gesamtmarkt. Der gesamten Modebranche droht daher eine so genannte „Sektoruntersuchung“ zum Thema, die für die ausgesuchten Teilnehmer verpflichtend und mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden wäre.

Um dieser Maßnahme zuvor zu kommen und ggf. zu verhindern, führt der BTE zusammen mit den Handelsverbänden Schuhe (BDSE) und Lederwaren (BLE) eine große Umfrage zum Umgang mit unverkaufter Ware. Alle Unternehmen, die Bekleidung, Schuhe und Accessoires an Endverbraucher verkaufen, sind herzlich einladen und aufgerufen, vier kurze Fragen (plus zwei Strukturfragen) zum Umgang mit nicht verkaufter Ware zu beantworten.

Teilnehmen an der Umfrage kann man über einen Link auf den Websites www.bte.de, www.bdse.org und www.lederwareneinzelhandel.de (Hinweis auf der Startseite). Hier kommen Sie direkt zur Umfrage. Auf Wunsch wird der Umfragebogen als pdf.-Datei zugeschickt. Kontakt: info@bte.de, info@bdse.org oder info@lederwareneinzelhandel.de. Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt!

BTE/BDSE/BLE-Appell: Beteiligen Sie sich an der Umfrage zum Umgang mit unverkaufter Ware! Nur wenn eine hohe Zahl von Unternehmen und darunter auch möglichst viele Großbetriebe teilnehmen, besteht die Chance, weitergehende staatlich Untersuchungen und ggf. nachfolgende Restriktionen zu verhindern.

Elektronische Archivierung vorgeschrieben!

Bereits seit 2015 ist durch die Verwaltungsvorschrift GoBD des Bundesfinanzministerium geregelt, dass steuerlich relevante Dokumente, die zwischen Lieferant und Handel elektronisch ausgetauscht werden, als Originalbelege fälschungssicher und digital für zehn Jahre archiviert werden müssen. Dies sollte unbedingt beachtet werden, da bei Verletzung von Buchführungspflichten Bußgelder drohen, im Extremfall sogar Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr!

Insbesondere kleinere Fashionhändler haben bei der gesetzeskonformen Speicherung von Daten noch Nachholbedarf. Dies obwohl die elektronische Archivierung von Dokumenten große Vorteile bietet: Jederzeit und ortsunabhängig per Knopfdruck auf Geschäftsdokumente wie Bestellungen, Bestellbestätigungen, Rechnungen und Lieferscheine zugreifen zu können, ist effizient und zeitsparend. Denn damit entfallen aufwändige manuelle Ablagen und Suchprozesse.

Mit einem innovativen Service unterstützt das BTE Clearing-Center seine EDI-Kunden, damit sie die digitale Archivierung komfortabel, mittelstandsfreundlich und den gesetzlichen Vorgaben entsprechend umsetzen können. Sowohl bei der revisionssicheren digitalen Ablage der originären EDI-Dateien als auch bei den sonstigen Geschäftsabläufen kann der Modehandel eine webbasierte mehrstufige Archivlösung des BTE Clearing-Centers nutzen. Die Vorteile der digitalen Archivierung im Überblick:

- gesetzeskonforme Ablage von (digitalen) Geschäftsdokumenten

- schneller und ortsunabhängiger Datenzugriff und rückverfolgbare Datenbearbeitung

- mit Zugriffsrechten belegbare Dateneinsicht und –weiterbearbeitung

- Platz-, Zeit- und Materialersparnis

- hohe Transparenz/Dokumentation sämtlicher archivierter Geschäftsvorfälle

Das BTE-Serviceangebot gestattet eine revisionssichere Aufbewahrung steuerrelevanter Dokumente nach GoBD. Diese gesetzlichen ‚Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff‘ verlangen Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit, Unveränderbarkeit und Wiederauffindbarkeit von Geschäftsdokumenten. Die geordnete Ablage von relevanten Unterlagen erleichtert zudem das gezielte Recherchieren und ermöglicht ein effizientes Dokumenten-Management-System (DMS).

Um den Erfordernissen aller Unternehmenstypen und -größen gerecht zu werden, bietet das BTE Clearing-Center drei verschiedene Angebotspakete zur elektronischen Archivierung an: Im Grundpaket ‘BTE Archiv Basic‘ werden alle originären EDI-Dokumente automatisiert extern archiviert. Bei den weiteren Stufen ‚Archiv Plus‘ und ‚Archiv Pro‘ können zusätzlich im Unternehmen vorliegende digitale Dokumente oder eingescannte Papierdokumente in das externe Archivsystem übertragen bzw. hochgeladen werden. Die Anzahl der Zugriffsberechtigten und das Speichervolumen sind wählbar.