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Schuhe, Mode und Textil

TW-Testclub: Enttäuschendes Umsatzplus

Die erste April-Woche verlief für den deutschen Modehandel nur auf den ersten Blick positiv. Zwar errechnete der Testclub der TextilWirtschaft für die 14. Kalenderwoche ein Umsatzplus in Höhe von drei Prozent, allerdings war die Vorlage mit minus elf Prozent sehr schwach. Zudem hatte die Woche in diesem Jahr einen Verkaufstag mehr als 2018 mit dem Ostermontag. Ein Umsatzplus konnte nur eine knappe Mehrheit der Umfrageteilnehmer erzielen, das bei immerhin vier von zehn Modehändlern allerdings zweistellig ausfiel.

Herbst/Winter 2019: Ordervolumen endlich rückläufig

Seit Jahren spricht die Fashion-Branche davon, die Vororder- bzw. Einkaufs-Volumina beschneiden zu wollen. Der BTE hat immer wieder dazu aufgerufen und auch die Lieferanten aufgefordert, niedrigere Mindestorders zu ermöglichen. Ziel ist einerseits die Reduzierung des insgesamt im Markt bestehenden Überangebots an Bekleidung (und der damit einhergehenden Abschriften) und andererseits die Erhöhung der Flexibilität speziell in der zweiten Saisonhälfte.

Das schwierige Jahr 2018 hat nun anscheinend dazu geführt, dass bei der letzten Orderrunde für Herbst/Winter tatsächlich die Order-Limite merklich gekürzt wurden – und die Lieferanten dies auch akzeptierten. Dies berichtete das BTE-Präsidium auf seiner letzten Sitzung.

Bestätigt wird dies auch durch eine aktuelle Umfrage der TextilWirtschaft. Danach haben rund drei Viertel der teilnehmenden Händler ihre Vororder-Limite gekürzt, über ein Drittel sogar zweistellig. In der DOB waren die Limitkürzungen dabei etwas höher als bei der HAKA.

Online-Shops: Rückgaberecht auch für Wäsche

Das Fernabsatzgesetz sieht bekanntlich vor, dass Besteller von Waren diese innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen an den Versender oder Online-Shop zurückgeben können. Eine Ausnahme besteht lediglich für Waren, die speziell für den Besteller angefertigt wurden sowie gemäß §312g Abs.2 Nr. 3 BGB bei versiegelten Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, wenn die Versiegelung entfernt wurde.

Dass die Ausnahme nicht für Bekleidung und Wäsche gilt, bestätigt jetzt noch einmal ein aktuelles Urteil des Europäischen Gerichtshofs (C-681/17). In dem Fall ging es zwar um Matratzen, bei denen zum Probeliegen die Schutzfolie entfernt wurde, zur Urteilsbegründung wurde jedoch Bekleidung ausdrücklich als vergleichbares Produkt herangezogen.

Begründung: Eine solche Gleichsetzung kommt insofern in Betracht, als selbst bei direktem Kontakt dieser Ware mit dem menschlichen Körper davon ausgegangen werden kann, dass der Unternehmer in der Lage ist, sie nach der Rücksendung durch den Verbraucher mittels einer Behandlung wie einer Reinigung oder einer Desinfektion für eine Wiederverwendung durch einen Dritten und damit für ein erneutes Inverkehrbringen geeignet zu machen, ohne dass den Erfordernissen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht genügt würde.

Wichtig: Der EUGH hat betont, dass der Verbraucher gemäß der Richtlinie für jeden Wertverlust einer Ware haftet, der auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Ware nicht notwendigen Umgang zurückzuführen ist. Nach BTE-Ansicht wären das ggf. zumindest die anfallenden Reinigungskosten, bei Beschädigungen auch mehr.

Fazit: Online-Shops, die - z.B. in ihren Bestellbedingungen - eine Rückgabe von Unterwäsche oder Bademoden ausschließen, sollten dies schnellstens ändern. Ansonsten kommt es eventuell zu einer Abmahnung.

Hinweis: Anders ist die rechtliche Situation natürlich für Käufe im stationären Fachhandel, wo keine gesetzlichen Rückgaberechte außerhalb der Gewährleistung greifen. Ein dem Kunden dort freiwillig gewährter Kulanzumtausch kann also bestimmte Waren ausschließen. Es empfiehlt sich in einem solchen Fall allerdings, den Kunden über eine entsprechende Einschränkung des Kulanzumtausches deutlich zu informieren.

LDT: „Summercamp Warenkunde“ ab 13. Mai

Wer kompetent einkaufen und verkaufen will, braucht profunde warenkundliche Kenntnisse. Diese vermittelt das „LDT Summercamps Warenkunde“, das in zwei separaten Wochen auf dem LDT-Campus in Nagold die wichtigsten Inhalte behandelt. Vom 13. bis 17. Mai geht es dabei um textile Grundlagen, vom 3. bis 7. Juni um die Qualitätsbeurteilung von textilen Produkten.

Weitere Informationen bei der LDT, Jutta Heldmaier, Telefon 07452-8409-42, E-Mail  heldmaier@ldt.de oder bei Ute Brenner, E-Mail ubrenner@ldt.de.

Betten-Presseaktion im Frühjahr

Der vom BTE und dem Verband der Bettenfachgeschäfte (VDB) organisierte „Betten Presse Dienst“ (bpd) hat Anfang April wieder mehrere hundert Tageszeitungen und Anzeigenblätter mit Pressetexten (inkl. Bildern) beliefert. Behandelt werden darin aktuelle Bettwäsche-Trends, Sommerdecken, die Zudecken-Reinigung, die Auswahl des individuell richtigen Betts sowie Rückenschmerzen im Urlaub.

Mit diesen vorgefertigten Texten erhalten die Zeitungen die Möglichkeit, Sonderbeilagen oder spezielle Seiten zum Thema Bett redaktionell zu gestalten und dem Bettenhandel als Werbeumfeld in diesen Medien anzubieten. Die Texte aus dem Frühjahr 2018 wurden immerhin rund vier Millionen Mal in Printmedien veröffentlicht (Anzeigenwert ca 100.000 Euro). Hinzu kamen Online-Publikationen.

Hinweis: Interessierte Händler können die komplette Halbseite als pdf-Datei kostenfrei beim BTE/VDB per E-Mail an vdb@bte.de anfordern. Redaktionen können die Artikel in druckfähiger Qualität kostenfrei aus dem Internet herunterladen unter www.akz-media.de.

Umfrage zu Inventurdifferenzen

BTE, BDSE und BLE unterstützen wieder die aktuelle Jahresumfrage des EHI Retail Institute zu Inventurdifferenzen im Einzelhandel. Die fünf- bis zehnminütige Teilnahme ist kostenfrei, unverbindlich und anonym. An der Umfrage kann man sich noch bis zum 30. April im Internet beteiligen unter dem Link http://go.ehi.de/ID-2019. Alternativ zur Online-Befragung kann dort auch ein pdf-Formular ausgefüllt werden, was die Speicherung der eigenen Angaben zum späteren Vergleich erlaubt.

Hinweis: Ein Auszug aus den Ergebnissen wird im Anschluss im Newsletter veröffentlicht.

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