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Sanitätsfachhandel

Elektronische Patientenakte ab 2021

Die Bundesregierung geht davon aus, dass der geplante Starttermin für die elektronische Patientenakte (ePA) eingehalten wird. Die Patientenakte stelle eine Schlüsselanwendung im digitalisierten Gesundheitswesen dar.
Nachdem die Gesellschaft für Telematik fristgerecht die Spezifikationen und Zulassungsverfahren veröffentlicht habe, obliege es nun den gesetzlichen Krankenkassen, ihren Versicherten bis zum 1. Januar 2021 eine elektronische Patientenakte zur Verfügung zu stellen.
Derzeit werden die flankierenden Regelungen geprüft. Eine Abstimmung innerhalb der Bundesregierung stehe aber noch aus.
Wie die Bundesregierung ferner ausführt, ist eine vollständige Abschaffung des Papierrezeptes derzeit nicht geplant.

Überblick digitale Versorgung

DGSVO – Zulässigkeit der Datenübermittlung im Zuge des Genehmigungsverfahrens

Trotz intensiven Bemühungen zur Klärung der Zulässigkeit der Übermittlung von medizinischen Daten an Krankenkassen im Zuge des Genehmigungsverfahrens, konnten die Datenschutzbehörden keinen Konsens über die Zuständigkeit der medizinischen Überprüfung beantragter Leistungen sowie entsprechend über die zulässigerweise übermittelten Daten herstellen.

Klarheit könnte geschaffen werden, indem eine entsprechende Klärung über das bevorstehende MDK-Reform-Gesetz kommt. Dies unter Berücksichtigung der derzeitigen Kapazitäten des MDK und entsprechender Übergangsfristen.
Ein Regelungsvorschlag wir gerade entworfen.

Aktueller Stand Verfahrensordnung

Die Verfahrensordnung ist noch immer nicht finalisiert.
Wie das BMG mitteilt, werden die durch das Ministerium vorgesehenen Anpassungen, insbesondere im Zusammenhang mit § 139 Abs. 3 SGB V, derzeit mit dem
GKV – Spitzenverband abgestimmt.
Ein Vorstandsbeschluss ist kurzfristig vorgesehen, so dass der Beschluss der Verfahrensordnung dann noch im Juni 2019 erfolgen kann.

Gesundheitsberuferegister – Digitalisierung

Der Staatsvertrag zum Aufbau des Gesundheitsberuferegisters ist beschlossen.
Der Aufbau des Registers und die Ausgabe der Heilberufeausweise dürfte dagegen noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Mit dem Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung ( GSAV ) wurde der gesetzliche Rahmen für eine digitale Arzneimittelverordnung geschaffen.
Das BMG erwägt, den entsprechenden Rahmen für den Hilfsmittelbereich zu schaffen.
Die zeitnahe Einbindung der Hilfsmittelversorger in die digitalen Strukturen, wie z.B. der elektronischen Patientenakte, muss von allen Beteiligten forciert werden.

Schaut man z.B. auf eine App-Lösung eines privaten Krankenversicherers, ist der elektronisch Weg vom Verordner zur Krankenversicherung und einem Leistungserbringer sehr einfach. Der Erstattungsvorgang der erbrachten Leistung ist ebenfalls eingebunden.

Leitfaden MDR für Händler im Bereich Hilfsmittel

Mit Einführung der Verordnung (EU) 2017/745 (auch als „Medical Device Regulation – MDR“ bezeichnet und unter https://eur-lex.europa.eu zu finden) wurde eine Verordnung auf europäischer Ebene erlassen, die in allen Mitgliedstaaten der EU direkt gilt.
Sie muss ab dem 26. Mai 2020 angewendet werden.

Es handelt sich dabei um ein Gesetz, bei dem der Schutz des Verbrauchers bzw. des Patienten im Fokus steht, das europaweit alle Wirtschaftsakteure und Gesundheitseinrichtungen miteinbezieht und den gesamten Lebenszyklus eines Medizinprodukts betrifft.

Weitere Infos entnehmen Sie bitte dem beigefügten Leitfaden.

Leitfaden

Innovative Technik und aktuelles Wissen für ein selbstbestimmtes Leben

Internationale Fachmesse erwartet 700 Aussteller aus über 40 Ländern / Gefragter Gastgeber: MCC-RehaForum 2019 kommt nach Düsseldorf / eCare: Pflege in Zeiten der Digitalisierung

Vom 18. bis 21. September dreht sich im Düsseldorfer Messegelände alles um die besonderen Bedarfe und Anliegen von Menschen mit Behinderung und im Alter. Rund 700 Aussteller aus mehr als 40 Ländern präsentieren bei der internationalen Fachmesse REHACARE 2019 den Markt der Möglichkeiten, mit Hilfe innovativer Rehabilitationstechnik ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen. Seminare, Themenparks, Vorträge und Podiumsdiskussionen laden dazu ein, sich über die behinderten- und sozialpolitischen Themen der Zeit zu informieren.