Digitalisierung im Handel

Digitalisierung im Einzelhandel

Der Ausbau der Breitbandversorgung sei eine strukturpolitische Herausforderung, die die Landesregierung vorbildlich angenommen habe, so Hermann Hutter, Präsident des Handelsverbands Baden-Württemberg.


Doch nun dürfe bei der Förderung des Breitbandausbau und vor allem beim tatsächlichen Ausbau nicht nachgelassen werden. „Für die Breitbandversorgung im Südwesten müssen in den kommenden Jahren mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden und diese müssen auch tatsächlich von den Kommunen in Anspruch genommen werden“, fordert Hutter.

Um die Digitalisierung in den Regionen zu fördern, hat die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole-Hoffmeister-Kraut dieser Tage auf dem Digitalisierungsgipfel zehn ausgewählte Standorte für digitale Innovationszentren („Digital Hubs“) präsentiert. Bei diesen vom Land geförderten Projekten sollen auch abseits der Metropolen und im ländlichen Raum Start-ups mit etablierten Firmen zusammengebracht sowie die Verbindung zu den Hochschulen der jeweiligen Region intensiviert werden, was gerade auch für den Handel wichtig sei, so Hutter.


Laut einer zu der Veranstaltung veröffentlichten Studie ist der Handel in Baden-Württemberg bereits „überdurchschnittlich“ digitalisiert. Die für die Studie befragten Handelsunternehmen sind zu 56 Prozent, und damit zu 20 Prozentpunkten mehr als bundesweit von der sehr hohen Wichtigkeit der Digitalisierung überzeugt.
„Das spiegelt durchaus  den Geist und die Anstrengungen wieder, die im baden-württembergischen Handel vorhanden sind. Die Digitalisierung muss und wird auch als Chance begriffen werden – das sehen unsere Mitgliedsunternehmen genau wie wir“, sagt Sabine Hagmann, die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands. „Wir als Verband werden weiterhin alles dafür tun, unsere Händler beim Thema Digitalisierung zu unterstützen – beispielsweise durch Weiterbildungs-Angebote und Workshops.“

Als Beispiel für die voranschreitende Digitalisierung im Handel nennt Hagmann das Phänomen „ROPO“ („research online, purchase offline“, deutsch: „online recherchieren, offline kaufen“). Dabei informieren sich immer mehr Kunden zuerst über ein bestimmtes Produkt online und kaufen es dann offline im stationären Handel. „Das beinhaltet  eine sehr große Chance für jeden Händler“, betont Hagmann.


Der Handelsverband will seinen Mitgliedsunternehmen auch die Angst vor der Digitalisierung nehmen. „Die Atmosphäre in einem Geschäft, die persönliche Ansprache sind weiterhin sehr wichtig. Diese zwei Faktoren optimal gespielt, sind der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Hagmann und betont: „Wenn der Handel seine Stärken richtig gut ausspielt, dann ist und bleibt er unschlagbar.“

Wenn Sie weitere Infos und Tipps zum Thema Digitalisierung im Einzelhandel benötigen, wenden Sie sich bitte direkt an den Handelsverband Baden-Württemberg unter der Telefonnummer 0711 64864 - 0 oder per E-Mail an info@hv-bw.de. Für Mitglieder des Handelsverbands Baden-Württemberg ist dieser Beratungs-Service kostenlos. Seminare, Workshops und sonstige Infos zum Thema Ladendiebstahl finden Sie auch auf www.handel-scout.de.