Stärkung des Einzelhandels

Dialogprojekt "Handel 2030" in Heilbronn fortgesetzt

Nach dem erfolgreichen Auftakt am 18. September in Mannheim zur Digitalisierung im Einzelhandel ist die Workshop-Reihe des Wirtschaftsministeriums am Freitag (5. Oktober) mit einer Veranstaltung zum Thema Fachkräftesicherung und Qualifizierung bei der IHK Heilbronn-Franken fortgesetzt worden. In insgesamt fünf regionalen Themenworkshops werden Zukunftsfragen des baden-württembergischen Handels erörtert. Dazu gehören die Digitalisierung, die Fachkräftesicherung und -qualifizierung, die Zukunft der Innenstädte, die Nahversorgung sowie rechtliche Rahmenbedingungen des Einzelhandels. Ziel des Dialogprojekts und der regionalen Themenworkshops ist es, Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Einzelhandels auf Landesebene zu erarbeiten.
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Der Einzelhandel als eine unserer wichtigsten Branchen steht vor großen Herausforderungen. Die Digitalisierung treibt die Unternehmen derzeit um. Mit unseren Themenworkshops im Rahmen des Dialogprojekts ‚Handel 2030‘ leisten wir einen wichtigen Beitrag für den Austausch vor Ort und dazu, den Einzelhandel zu stärken und zukunftsfähig zu machen.“
Im ersten Workshop „Digitalisierung in Einzelhandel“ wurden aktuelle Themenschwerpunkte der digitalen Transformation des Einzelhandels erarbeitet und diskutiert. So wurde erörtert, wie der Handel auf ein verändertes Konsumverhalten und neue Nachfragestrukturen richtig reagieren und Schritte zu einem angepassten, digitalen Geschäftsmodell ergreifen kann. Dazu gehört, neben der Nutzung der Potentiale des überdurchschnittlich wachsenden Online-Handels, die Verwendung digitaler Werkzeuge und die Transformation von Unternehmensprozessen in digitale Infrastrukturen.

Im Mittelpunkt des zweiten Workshops im Rahmen von „Handel 2030“ stand die Frage, wie Einzelhandelsunternehmen in Zeiten des demografischen Wandels und der digitalen Transformation ihren Fachkräftebedarf decken können. Die Teilnehmer beschäftigten sich mit den Auswirklungen der Digitalisierung auf die benötigten Qualifikationen der Beschäftigten und dem daraus resultierenden Qualifizierungsbedarf. Weitere Themen waren der Trend zur Akademisierung von Berufen, das Thema Arbeitgeberattraktivität, die Auswirkungen der branchenspezifischen Arbeitszeitmodelle auf die Fachkräftesituation der Branche und die Sicherung der Unternehmensnachfolge.
An dem Workshop nahmen neben Vertreterinnen und Vertreter des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW) auch der baden-württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK), die kommunalen Spitzenverbände sowie weitere Organisationen und Unternehmen der Branche teil. Die Ergebnisse sollen sich an alle relevanten Akteure des Handels richten und aus strategischer Sicht in die mittelfristige Ausrichtung der Einzelhandelspolitik des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau einfließen.
Weitere Termine der Workshop-Reihe sind:

 „Zukunft der Innenstädte“ am 19. November 2018 in Stuttgart,
 „Nahversorgung“ am 27. November 2018 in Schuttertal,
 „Rechtliche Rahmenbedingungen“ am 4. Dezember 2018 in Weingarten,
 Abschlussveranstaltung Anfang 2019.